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Pressemitteilung

01.03.2018

Eine Erkrankung – tausend Gesichter: Halbzeit am Leibniz-WissenschaftsCampus Chronische Entzündung

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Mit einem internationalen Symposium startet der Leibniz-WissenschaftsCampus Chronische Entzündung in die zweite Halbzeit seiner ersten Förderperiode. Unter dem gemeinsamen Dach der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) und der Leibniz-Gemeinschaft erforschen rund 400 Wissenschaftler in über 40 Arbeitsgruppen die zahllosen Facetten chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Dabei reicht das Spektrum der Studien vom Gebiet der Rheumatologie über die Gastroenterologie, Dermatologie und Nephrologie bis hin zur Neurologie und darüber hinaus. In enger Kooperation mit universitären und außeruniversitären Partnern sind in den vergangenen zwei Jahren im WissenschaftsCampus effektive Strukturen entstanden, um das chronische Entzündungsgeschehen besser zu verstehen.

Sie können das Nervensystem, den Darm, die Gelenke oder die Haut betreffen, eigentlich jedes Organ. Sie sind schmerzhaft und führen zu dauerhaften, oft schwersten Beeinträchtigungen. Chronisch-entzündliche Erkrankungen haben viele Gesichter – etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden an einer der mehr als 100 verschiedenen Erkrankungen. Dazu gehören Arthritis, Lupus Erythematosus, Multiple Sklerose, Colitis und Typ-2-Diabetes. Heutige Therapien können die Symptome unterdrücken, aber in den meisten Fällen die Krankheit nicht heilen.

Welche Mechanismen liegen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, der Gefäße, der Haut, der Nieren und anderer Organe gleichermaßen zugrunde? Dieser zentralen wissenschaftlichen Frage stellen sich die Ärzte und Forscher am Leibniz-WissenschaftsCampus Chronische Entzündung seit Mitte 2016 im engen interdisziplinären Austausch. Die Leibniz-Gemeinschaft fördert diese Arbeiten für vorerst vier Jahre. „Neben wissenschaftlichen Angeboten und einer hervorragenden Forschungsinfrastruktur bieten wir für Patienten spezialisierte Entzündungssprechstunden, die von fachübergreifenden Teams geleitet werden. Zudem klären wir in öffentlichen Entzündungsvorträgen, beispielsweise bei der Langen Nacht der Wissenschaften, in allgemeinverständlicher Weise über chronische Entzündungen und mögliche Behandlungsstrategien auf“, so Prof. Dr. Andreas Radbruch, Wissenschaftlicher Direktor des DRFZ, zu einem der Anliegen des WissenschaftsCampus.

Wissenschaftlern und praktizierenden Medizinern bietet der Campus fundierte Möglichkeiten der Weiterbildung sowie Diskussionsforen. Während der sogenannten Inflammation Lectures berichten jeweils ein Grundlagenwissenschaftler und ein Kliniker über neueste Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten. In den Talk Series diskutieren Experten neue Konzepte auf dem Feld der chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Der wissenschaftliche Nachwuchs findet neben der Leibniz Graduate School Chronic Inflammation eine interdisziplinäre Summer School und ein Mentoring-Programm für PostDocs.

Vom 6. bis 7. März 2018 lädt der Leibniz-WissenschaftsCampus zu einem ersten internationalen Symposium unter dem Titel: „Chronic Inflammation – One Disease, a Thousand Manifestations“ ein. Medienvertreter sind herzlich eingeladen und werden gebeten, sich per E-Mail anzumelden: presse(at)charite.de.

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Links

Leibniz WissenschaftsCampus Berlin

1st International Symposium „Chronic Inflammation – One Disease, a Thousand Manifestations“

Kontakt

Dr. Elke Luger
Geschäftsstelle Leibniz-WissenschaftsCampus Chronische Entzündung
t: +49 30 28 460 737

Uwe Dolderer
Leiter der Unternehmenskommunikation und Pressesprecher
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400



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