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Pressemitteilung

21.03.2019

Neue Sonderausstellung: „Auf Messers Schneide. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch zwischen Medizin und Mythos“

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Plakat zur Sauerbruch-Ausstellung. Foto: Gudath/Charité
Plakat zur Sauerbruch-Ausstellung. Foto: Gudath/Charité
Museumsdirektor Prof. Thomas Schnalke in der Sauerbruch-Ausstellung. Foto: Gudath/Charité
Museumsdirektor Prof. Thomas Schnalke in der Sauerbruch-Ausstellung. Foto: Gudath/Charité
Blick in die Ausstellung. Foto: Gudath/Charité
Blick in die Ausstellung. Foto: Gudath/Charité

Wer war Ferdinand Sauerbruch? Was sind die medizinischen Leistungen des wohl bekanntesten Chirurgen des 20. Jahrhunderts? Und wie lässt sich seine ambivalente Haltung zwischen ärztlichem Ethos und politischer Verstrickung in der Zeit des Nationalsozialismus einordnen? Diese Fragen thematisiert die neue Sonderausstellung „Auf Messers Schneide. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch zwischen Medizin und Mythos“ des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité (BMM).

Wie kaum ein zweiter Arzt gilt Ferdinand Sauerbruch (1875-1951) als genialer Chirurg des 20. Jahrhunderts – gleichzeitig scheiden sich an ihm die Geister: Im Operationssaal ist er eine Koryphäe und behandelt die Patienten, ohne Unterschiede zu machen. Als Generalarzt und Forschungsgutachter während des Nationalsozialismus wusste er von verbrecherischen Menschenversuchen im KZ und spricht sich nicht dagegen aus. Wie lässt sich diese Ambivalenz deuten?

Die Ausstellung zielt auf den ‚ganzen Sauerbruch‘ und geht über die Zeichnung der Figur in der ARD-Serie „Charité“ weit hinaus, die sich auf die Jahre 1943-45 fokussiert. Sie beleuchtet den privaten, den ärztlich-wissenschaftlichen und politisch-öffentlichen Sauerbruch über seine gesamte Lebensspanne. Dabei folgt sie seinem beruflichen Werdegang über Breslau, Zürich und München bis Berlin und würdigt seine medizinischen Leistungen, wie die Entwicklung der Unterdruckkammer oder die Konstruktion aktiv beweglicher Prothesenarme. Genauer betrachtet werden auch Sauerbruchs Auftritte auf öffentlicher Bühne, die ihn als politischen Akteur zeigen. Darüber hinaus verdeutlicht die Ausstellung, wie sein Ansehen über das Kriegsende hinaus wuchs und seine Figur das Bild des ärztlichen Halbgottes in Weiß bis heute maßgeblich prägt. „Die Ausstellung ist auch ein Angebot zum Dialog über die Gegenwart. Denn die weit gefächerten Facetten der Sauerbruchschen Persönlichkeit bieten in ihrer spannungsreichen Ambivalenz die ideale Grundlage für eine Diskussion darüber, was ein Leben für Medizin und Wissenschaft in Verantwortung bis heute ausmacht“, sagt Prof. Dr. Thomas Schnalke, Direktor des BMM.

„Auf Messers Schneide. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch zwischen Medizin und Mythos“ wird vom 22. März 2019 bis zum 2. Februar 2020 im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité, Charitéplatz 1 (Geländeadresse Virchowweg 17) in 10117 Berlin gezeigt. Das Museum ist dienstags, donnerstags, freitags und sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs und samstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Einen ersten Eindruck von der Ausstellung gibt das Video

Begleitprogramm
Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Der erste Termin findet am Dienstag, den 2. April 2019 um 19 Uhr in der Hörsaalruine des BMM statt: Die Charité im Krieg. Ein Podiumsgespräch mit den Drehbuchautorinnen Dorothee Schön und Dr. Sabine Thor-Wiedemann zur Arbeit an der zweiten Staffel der historischen Charité-Serie in der ARD.

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Links

Video: Einblicke in die Ausstellung

Sonderausstellung im Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité

Presse-Bilder zur Ausstellung


GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung


Kontakt

Prof. Dr. Thomas Schnalke
Direktor des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 536 077



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