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Pressemitteilung

13.03.2017

Nobelpreisträger Brian Kobilka spricht an der Charité

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Vortrag über die Funktionsweise von Rezeptoren

Prof. Brian Kobilka. (Bildrechte: L.A. Cicero)
Prof. Brian Kobilka. (Bildrechte: L.A. Cicero)

Brian Kobilka, Professor für Molekulare und Zelluläre Physiologie und Medizin an der Stanford Universität, forscht in den kommenden drei Jahren in Berlin. Der von der Stiftung Charité geförderte Einstein BIH Visiting Fellow wird in dieser Zeit zusammen mit seinem Berliner Kollegen Prof. Peter Hildebrand ein neues Labor am Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) aufbauen. Am kommenden Donnerstag hält der gebürtige US-Amerikaner einen Vortrag über die Funktion G-Protein gekoppelter Rezeptoren. Dieser pharmakologisch hochrelevante Rezeptortyp ist in der Zellmembran fast aller Lebewesen verankert und leitet wichtige Signale von außen in die Zelle.

Für die Entdeckung des sogenannten G-Protein-gekoppelten Rezeptors (GPCR) erhielt Brian Kobilka im Jahr 2012 gemeinsam mit seinem Kollegen Robert Lefkowitz den Nobelpreis. Der Rezeptor ist für die Verarbeitung von Licht-, Geruchs- und einer Vielzahl von Geschmacksreizen verantwortlich. Er ist wichtige Andockstelle auf der Zelloberfläche, an die sich Hormone und Botenstoffe anheften und über die etwa jedes dritte Medikament seine Wirkung entfaltet. In seiner Forschungsarbeit hat Brian Kobilka die molekularen Einzelheiten von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren analysiert, insbesondere die Bindung von Wirkstoffen und die Signalübertragung von dem Rezeptor auf das G-Protein.

In Berlin wird sich der Wissenschaftler gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Peter Hildebrand vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Charité der Frage widmen, wie G-Proteine im Detail aktiviert werden. Sie wollen mithilfe von Computersimulationen herausfinden, warum bestimmte Bindungen bevorzugt werden. Diese Frage ist beispielsweise wichtig für das sogenannte Drug-Targeting, den wirksameren Einsatz von Medikamenten mit geringeren Nebenwirkungen.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 16. März 2017 um 17 Uhr im Hörsaal 6, Augustenburger Platz 1 (Geländeadresse Mittelallee 10), Campus Virchow-Klinikum in 13353 Berlin statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Vortragssprache ist Englisch. Der Eintritt ist frei.

Einstein BIH Visiting Fellows werden gemeinsam von der Stiftung Charité und der Einstein Stiftung Berlin gefördert. Sie erhalten pro Jahr 150.000 Euro, um eine Arbeitsgruppe in Berlin einzurichten und mehrmals pro Jahr zwischen ihrer Heimatuniversität und dem neuen Labor in Deutschland hin und her reisen zu können. Die Fördermittel stammen aus der „Privaten Exzellenzinitiative“ der Stiftung Charité, die im Jahr 2013 von der Unternehmerin Johanna Quandt zur Unterstützung der Lebenswissenschaften in Berlin ins Leben gerufen wurde.

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Links

Stiftung Charité
http://www.stiftung-charite.de/de/stiftung-charite.html

Kobilka Lab
http://kobilkalab.stanford.edu/

Kontakt

Prof. Peter Hildebrand
Institut für Medizinische Physik und Biophysik
CharitéUniversitätsmedizin Berlin/Universität Leipzig
t: +49 30 450 524 190



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