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Pressemitteilung

13.02.2018

Probanden gesucht: DFG-Studie zu Narbenbrüchen

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Narbenbrüche gehören zu den häufigsten Komplikationen nach Bauchoperationen. Doch muss ein Narbenbruch, der kaum Beschwerden verursacht, zwingend operiert werden? Die deutschlandweite AWARE-Studie unter Leitung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin untersucht erstmals, ob die regelmäßige ärztliche Beobachtung eine sichere Alternative zur OP sein kann. Für die Studie werden noch Probanden gesucht.

Jede Operation an der Bauchwand birgt das Risiko eines Narbenbruchs und 22 Prozent der Patienten bekommen innerhalb von drei Jahren eine Narbenhernie. Mit jährlich rund 80.000 Fällen in Deutschland ist dies die häufigste Langzeitkomplikation nach einer Operation. Durch die Hernie ist die Funktion der Bauchwand gestört und die Organe können nicht mehr vollständig geschützt und in der richtigen Position gehalten werden. Zudem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass der Darm in der Lücke eingeklemmt wird – was in der Praxis allerdings sehr selten auftritt. Obwohl der chirurgische Verschluss des Bruchs mit Risiken für Komplikationen behaftet ist, werden in Deutschland jährlich rund 50.000 Narbenbrüche operiert.

Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte AWARE-Studie untersucht bundesweit an 40 Zentren, ob das watchful waiting, also die systematische ärztliche Beobachtung, im Vergleich zur OP eine sichere Alternative sein kann. AWARE liefert erstmals evidenzbasierte Daten zum Vergleich der beiden Therapieoptionen. Für die Studie werden noch volljährige Probanden mit einem Narbenbruch gesucht, der keine oder nur geringe Schmerzen verursacht. Die Teilnehmer werden per Losverfahren in die Gruppe zur Beobachtung oder zur Operation eingeteilt. Beide Studiengruppen werden über zwei Jahre lang regelmäßig ärztlich untersucht. Interessierte können sich telefonisch unter +49 30 8445 2948 melden.

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Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

AWARE-Studie


Kontakt

Prof. Dr. Martin Kreis
Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Campus Benjamin Franklin
t: +49 30 450 522 702



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