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Pressemitteilung

22.06.2018

Zehn Jahre „Aktion Saubere Hände“

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200. Geburtstag von Ignaz Philipp Semmelweis

Aktion Saubere Hände

Vor zehn Jahren ist die bundesweite „Aktion Saubere Hände“ zur Verbesserung der Händehygiene im Gesundheitswesen gestartet. Die Kampagne wird federführend von der CharitéUniversitätsmedizin Berlin gestaltet und koordiniert. Ziel ist es, die hygienische Händedesinfektion als einen Schwerpunkt für mehr Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung zu etablieren. Die Charité feiert das Jubiläum mit einem Symposium.

Im Mittelpunkt der Aktion steht das WHO-Modell der fünf Indikationen der Händedesinfektion. Das Konzept wurde für den stationären Krankenhausbereich entwickelt und beruht auf Erkenntnissen der Übertragung von Erregern im Krankenhaus. „In den letzten zehn Jahren haben die beteiligten Einrichtungen durch die Umsetzung der Richtlinien, der sogenannten Compliance, sehr viel erreicht“, sagt Prof. Dr. Petra Gastmeier, Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Charité.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums veranstaltet die Charité gemeinsam mit dem Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit und der Techniker Krankenkasse ein Symposium. So hält beispielsweise Prof. Gastmeier einen Vortrag über die Händehygiene und ihre Implementierung vor der „Aktion Saubere Hände“ in Deutschland. Diskutiert werden auch die Ergebnisse der Aktion im Jahr 2018 sowie die Herausforderungen für die Zukunft. Zudem wird mit dem Symposium der „Vorreiter der modernen Antisepsis“ Ignaz Philipp Semmelweis geehrt, der vor 200 Jahren geboren wurde. Der ungarische Gynäkologe entdeckte als Assistenzarzt im Wien der 1840er Jahren als erster, dass die „unsauberen“ Hände der Ärzte die Ursache für das Kindbettfieber sind. Sie untersuchten Wöchnerinnen direkt nachdem sie eine Autopsie oder Untersuchungen an anderen Personen durchgeführt hatten und infizierten so die frisch entbundenen Mütter mit Bakterien.

Das Symposium zu 10 Jahren „Aktion Saubere Hände“ und zum 200. Geburtstag von Semmelweis findet am Mittwoch, den 27. Juni von 10 bis 16.30 Uhr im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstr. 58/59 in 10117 Berlin statt. Darüber hinaus erhält die Charité auf Initiative des Semmelweis-Gedenkkomitees Ungarn und zu Ehren des „Retters der Mütter“ eine Semmelweis-Büste. Diese wird am Montag, den 25. Juni um 16.00 Uhr im Park des Campus Benjamin Franklin feierlich enthüllt. Medienvertreter sind zu beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen und werden gebeten, sich unter presse(at)charite.de anzumelden.

„Aktion Saubere Hände“
Die „Aktion Saubere Hände“ wurde 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. (GQMG) ins Leben gerufen. Die Funktionen des NRZ werden durch das Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité ausgeübt. Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen.

Links

Programm Symposium

Aktion Saubere Hände

Institut für Hygiene und Umweltmedizin

 

 

 

Kontakt

Prof. Dr. Petra Gastmeier
Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin
Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ)
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 577 612




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