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Pressemitteilung

08.05.2018

Zeit für Vorsorge: Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs

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Etwa 8.000 Frauen erhalten jährlich die Diagnose Eierstockkrebs. Nach Brustkrebs ist er die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Doch wie spürt man, dass die eigenen Eierstöcke krank sind? Welche Rolle spielen regelmäßige Kontrolluntersuchungen? Und wie sehen Behandlungsmöglichkeiten aus? Anlässlich des Welteierstockkrebstages am 13. Mai spricht sich die CharitéUniversitätsmedizin Berlin für Vorsorge und Früherkennung aus und will auf die Aktion „Chocolate“ aufmerksam machen.

Der Bauchumfang nimmt zu, ohne dass das Gewicht ansteigt, es kommt zu unbestimmten Verdauungsbeschwerden und Blutungen außerhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren – das alles können Symptome für Eierstockkrebs sein. Doch oft wird der Krebs erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. „Das große Problem bei Eierstockkrebs ist, dass er meist sehr spät entdeckt wird, da in frühen Stadien kaum oder gar keine Symptome auftreten oder diese nicht mit einer möglichen Erkrankung in Verbindung gebracht werden, weil die Anzeichen oftmals sehr unspezifisch sind“, erklärt Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie am Campus Benjamin Franklin und am Campus Virchow-Klinikum. „Ein Eierstocktumor kann lange Zeit unbemerkt bleiben, da neben den Eierstöcken viel Platz ist und sich der Tumor, ohne Beschwerden zu verursachen, in die freie Bauchhöhle ausbreiten kann“, fügt er hinzu.

Frauen die an Eierstockkrebs erkranken sind durchschnittlich 65 Jahre alt, in seltenen Fällen können auch jüngere Frauen betroffen sein. Die Erkrankung stellt Ärztinnen und Ärzte aufgrund ihrer komplexen Anforderungen an die Behandlung vor Herausforderungen. Regelmäßige Kontrollen können unterstützen, betont Prof. Sehouli: „Es gibt für Eierstockkrebs bislang keine gesetzlich vorgesehene Untersuchung zur Früherkennung. Da das Risiko einer Erkrankung aber prinzipiell mit den Lebensjahren ansteigt, sollten besonders Frauen ab 50 Jahren regelmäßig ihren Termin bei Gynäkologen wahrnehmen“, sagt der Experte. Zu der vom Gesetzgeber vorgesehen Untersuchung zählt die jährliche Tastuntersuchung der inneren Genitalien, die auch die Beurteilung der Eierstöcke beinhaltet. In den letzten Jahren konnten die Behandlungsergebnisse beim Eierstockkrebs deutlich verbessert werden, auch auf Grundlage neuer Studien. „Das ist ein großer Fortschritt. Dennoch müssen die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet des Eierstockkrebses weiterhin entscheidend verstärkt werden“, sagt Prof. Sehouli.

Wer mehr zum Thema Therapie und Forschung bei Eierstockkrebs erfahren möchte, kann sich auf dem Aktionstag zum Welteierstockkrebstag am Sonntag, den 13.5. ab 10 Uhr im Friedrichsaal der Deutschen Bank, Charlottenstr. 35 in 10117 Berlin, informieren.

Videoaktion „Chocolate“
Das Video zeigt das junge Fotomodel Nancy Dietze die selbst die schockierende Diagnose Eierstockkrebs mit Mitte 20 erhielt. Die Protagonistin des Films wollte mit ihrem ästhetischen Film nicht nur auf die immer noch tabuisierte Krankheit aufmerksam machen, sondern der Welt auch zeigen, dass man trotz lebensbedrohlicher Erkrankung leben und lieben kann. Nancy ließ sich auch in der schwersten Zeit nicht ihren Lebensmut nehmen. Schließlich verlor sie Anfang dieses Jahres ihren großen Kampf, hinterlässt aber der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs mit dem Videoclip „Chocolate“ ein Geschenk, das bei der Aufklärungsarbeit über diese Krankheit unterstützen wird. Das Video wurde in 16 Sprachen übersetzt und wird somit die erste weltweite virale Videokampagne zum Thema Eierstockkrebs sein. Es wird mit Hilfe von über 100 internationalen Partnerorganisationen, Unternehmen und Selbsthilfegruppen am 8.Mai um die Welt gehen.

Links

Aktion „Chocolate“

Aktionstag zum Welteierstockkrebstag

Kontakt

Prof. Dr. Jalid Sehouli
Direktor der Klinik für Gynäkologie
Campus Benjamin Franklin und Campus Virchow-Klinikum
t: +49 30 450 564 002



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